Spaziergang durch die Jahreszeiten
Ein Jubiläumsanlass der «Chlyni Büni» Sumiswald
uss. Im Rahmen ihres Jubiläumsprogramms zum 20-jährigen Bestehen lud die «Chlyni Büni» Sumiswald zu einem ganz besonderen Lichtbilderabend ein. Der Truber Hobbyfotograf Ueli Bickel zeigte die Bilder aus dem Emmental, musikalisch live begleitet und umrahmt von der «Bärner Tanzmusig». «Ueli Bickels Bilder zeigen das, was man sieht, man muss bloss hinschauen», erklärte «Büni»-Initiant Dieter Siegrist am Freitagabend den 80 Anwesenden im Sumiswalder Kirchgemeindehaus. Der 32-jährige Truber Ueli Bickel präsentierte eine Auswahl seiner farbigen und schwarz-weissen Lichtbilder aus dem Oberemmental, die er nach den vier Jahreszeiten geordnet und eigens für diesen Anlass zusammengestellt hatte. Dazu erklang nicht etwa die sonnst übliche klassisch-meditative: Begleitmusik von einem Tonträger, sondern Livemelodien der «Bärner Tanzmusig». Ein Projekt, das es so noch nie gegeben hat, und daher vom Publikum mit Spannung erwartet wurde. Ueli Bickel bekam zu seiner Konfirmation eine Spiegelreflexkamera geschenkt. Dies war der Beginn seiner Freizeitbeschäftigung, die ihn schliesslich «süchtig» machte und ihm die Augen für die Schönheiten der Umwelt öffnete. Als sein Spezialgebiet bezeichnet der Hobbyfotograf Landschaft und Natur des Emmentals. Für den Dia-Abend in Sumiswald stellte Bickel eine Art Sonntagsspaziergang durch die vier Jahreszeiten zusammen. Detailauf- nahmen von unscheinbaren Pflanzen und farbenprächtige Landschaftsbilder wechselten sich gegenseitig wohltuend ab. Als Novum wurden die Bilder live von der «Bärner Tanzmusig» stimmungsvoll vertont. Volksmusik im eigentlichen und besten Sinn, Musik im Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne, Töne zwischen Melancholie und Ausgelassenheit, Gerades und Schräges das Quintett macht Musik, welche berührt und bewegt», steht im Programm über die Gruppe und ihre grosse Vielfalt an Instrumenten und ihr abwechslungsreiches Repertoire. Die «Bärner Tanzmusig» will in lebendiger und zeitgenössischer Art Menschen ansprechen, Freude bereiten und den Zugang zur echten und ursprünglichen Volksmusik ermöglichen. Dass dies den Multitalenten Susanne Jaberg, Esther Müller-Jaberg, Thomas Keller, Chri- stoph und Hanspeter Kuhn auch am Freitagabend vollumfänglich gelungen ist, davon zeugte der tosende Schlussapplaus und die verlangten Zugaben.

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